Eingeschränkte Bewegungsfreiheit

Verkrustetes Schreibutensil, verstaubte Schaltkreise, Schmerz im Gesicht doch es endet nicht.

An einem jeden Tag der letzten zwei Jahre saß ich in meinem Zertifizierungsquadrat: Auch genannt Zimmer. Luminanzen, Gedankenvielfalten, politische Kalküle, Jahreszeiten, Kriege und Sozialkollakationen strichen an mir vorbei. Gestaucht qua Zugang zur virtuell abgebildeten Welt erschloss ich in dieser Phase mein Abbild von Gegenwart. Die Beschleunigung durch immer besser strukturierte Tagesabläufe und Zugängen zur Pforte des gesellschaftlichen Hintergrundrauschens nahmen Überhand. Die Konzentration blieb auf meinem Verstand, meiner Ratio, die fortwährend bis an ihre Grenzen ausgeschlachtet werden sollte. Zwei Jahre abgeschlossen, abgeschottet und abgeschmachtet für knappe 2 cm gestapeltes, verarbeitetes weißes Holz, die an meiner Zukunft mitwirken – Verrückt! Doch Hegemoniegegenwarten fordern ein solches Abrackern von mir. Während des Schreibens dieser Zeilen taue ich auf. Ich merke, dass Tautropfen über meinen Nacken hinweg rieseln. Leben dringt wieder ein, Soziales spaziert in meine Aufmerksamkeitsspannen: Ich nehme wieder teil! Mal sehen, wie gut ich zurechtkommen werde, nach all diesen Erfahrungen. Ein Erlebnis war es wert. Und einen eigenen Blog scheint es auch erzeugt zu haben. Ich bin gespannt…

 

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