Andreas Kuhlmann – An den Grenzen unserer Lebensform

Andreas Kuhlmann

An den Grenzen unserer Lebensform | Texte zur Bioethik und Anthropologie

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011 | ISBN-13 9783593395159 | Kartoniert, 199 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Für die politischen und ethischen Probleme, die der medizinische und technologische Fortschritt aufwirft, gibt es keine Patentrezepte. Andreas Kuhlmann verbindet seine Reflexionen über Fortpflanzungsmedizin und Sterbehilfe mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz: Es geht ihm um eine Haltung, die auch den Herausforderungen an den Grenzen des Lebens Geburt, Tod, Krankheit und Behinderung sensibel gegenübertritt. Die Konfrontation eingespielter Denkmuster mit den konkreten Erfahrungen körperlicher Begrenzung führt zu einer veränderten Konzeption von Autonomie. Diese setzt weder den gesunden und leistungsfähigen Körper unhinterfragt als Norm, noch leugnet sie in blinder Ablehnung medizinischer Möglichkeiten das Leid der Betroffenen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.02.2012

Schon mit wenigen Sätzen hat Andreas Kuhlmann den Rezensenten Jens Bisky für sich eingenommen. Schon allein die wohlüberlegten Argumente und sorgfältigen Formulierungen zeigen Bisky, dass der Autor hier nicht nur seine Meinung zu den heftig umstrittenen Themen Sterbehilfe, PID, Organtransplantation ausbreiten möchte. Kuhlmann schaffe vielmehr eine Grundlage für die Diskussion, denn er argumentiert nicht aus einer betroffenen Perspektive, sondern nimmt alle Beteiligten mit in den Blick: Patienten, Angehörige, Eltern, Ärzte. Das imponiert dem Rezensenten wie ihn auch von Axel Honneth verfasste Porträt des Autors bewegt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2011

Zwei sehr unterschiedliche Bücher werfen für Christian Geyer erhellende Blicke auf die Implikationen und Gefahren der Präimplantationsdiagnostik (PID). Die posthum publizierte Sammlung von Aufsätzen zum Thema von Andreas Kuhlmann lässt sehr plastisch den „Skandal“, den eine Selektion behinderter Föten bedeuten würde, hervortreten, so der Rezensent. Denn Kuhlmann arbeitet deutlich das Dilemma einer Gesellschaft heraus, die zwar Solidarität und Unterstützung für Behinderte propagiert, im Vorfeld aber ihre Existenz zu verhindern sucht, erklärt Geyer. Sehr positiv ist ihm aufgefallen, wie der Autor in einem anderen Aufsatz differenziert und „fair“ das Für und Wider der PID erörtert, und er würdigt den Beitrag, den Kuhlmann mit seiner „hellsichtigen Dialektik“ und der Begriffsschärfung für die Debatte um die PID geleistet hat.

via Andreas Kuhlmann – An den Grenzen unserer Lebensform.

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