Herbert Schnädelbach - Was Philosophen wissen

Und was man von ihnen lernen kann | C. H. Beck Verlag, München 2012 | ISBN-13 9783406633607 | Gebunden, 237 Seiten, 19,95 EUR

KLAPPENTEXT

Herbert Schnädelbach demonstriert in vierzehn Kapiteln exemplarisch, was in der gegenwärtigen Philosophie verbindlich gelehrt und gelernt werden kann. Zusammengenommen sind seine Ausführungen ein brillanter Grundkurs in Philosophie. Das Buch zeigt anhand ausgewählter Themen, dass der Ausdruck „philosophisches Wissen“ kein leeres Wort ist. Ungeachtet mancher Zweifel wissen Philosophen wirklich etwas; sie verfügen über einen Kernbestand wissenschaftlichen Wissens, der wenig umstritten ist und hinter dessen Einsichten nicht zurückfallen darf, wer heute nach den Regeln des Fachs philosophiert. Dieses Wissen hat sich in der neueren Philosophiegeschichte im ständigen kritischen Dialog mit dem Tradierten herausgebildet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung,

Wichtige Fragen geht der Autor laut Dirk Lüddecke an. Und dass es sich dabei um einen der erfahrensten Philosophen im Land handelt, kann gar nicht schaden. Lüddecke stößt denn auch wirklich auf Antworten. Etwa wenn Herbert Schnädelbach zwecks Bestimmung dessen, worauf es in der Philosophie ankommt, Descartes Wissensbegriff auseinandernimmt. Oder wenn der Autor argumentativ klar und verträglich gelehrsam Grundprobleme der Erkenntnis, der Sprache und des Handels erläutert und dem Fallibilismus frönt, indem er, mitunter etwas besserwisserisch, wie Lüddecke einräumt, vergangene Irrwege markiert. Lüddecke merkt rasch: Mit Populärphilosophie vom Bestsellertisch hat das nichts zu tun. Dafür ahnt der Rezensent eine mögliche Bestimmung des Bandes: als Kanon für zu reformierende Bachelor-Studiengänge oder allemal als Anstoß der Debatte.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Die Zeit
Alexander Cammann lernt gern von Herbert Schnädelbach „Was Philosophen wissen“. In vierzehn Kapiteln durchschreite Schnädelbach dabei Themenfelder von Subjekt-Objekt-Spaltung bis zum Zusammenhang von Rationalität und Emotionalität. Der Rezensent räumt zwar ein, dass er nicht jedem Gedankengang sofort immer gleich gut folgen konnte, aber er hat gerne hin und wieder ein paar Seiten zurückgeblättert, um sich von Schnädelbach belehren zu lassen. Am Ende verstehe man ihn dann meistens doch – Unerfahreneren rät Cammann allerdings von dem Buch ab. Nach der Lektüre sieht sich der Rezensent darin bekräftigt, dass die Philosophie gar nicht in der Krise stecke, in der sie viele heutzutage vermuten. Stattdessen teile sie mit den anderen Wissenschaften die Probleme einer immer größeren Spezialisierung und Komplexität. Menschen, die sich für das Nachdenken begeistern können, legt Alexander Cammann die Auseinandersetzung Schnädelbachs mit den großen Denkern und Ideen auf jeden Fall ans Herz.

via Herbert Schnädelbach – Was Philosophen wissen.

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