Herbert Schnädelbach - Was Philosophen wissen

Und was man von ihnen lernen kann | C. H. Beck Verlag, München 2012 | ISBN-13 9783406633607 | Gebunden, 237 Seiten, 19,95 EUR

KLAPPENTEXT

Herbert Schnädelbach demonstriert in vierzehn Kapiteln exemplarisch, was in der gegenwärtigen Philosophie verbindlich gelehrt und gelernt werden kann. Zusammengenommen sind seine Ausführungen ein brillanter Grundkurs in Philosophie. Das Buch zeigt anhand ausgewählter Themen, dass der Ausdruck „philosophisches Wissen“ kein leeres Wort ist. Ungeachtet mancher Zweifel wissen Philosophen wirklich etwas; sie verfügen über einen Kernbestand wissenschaftlichen Wissens, der wenig umstritten ist und hinter dessen Einsichten nicht zurückfallen darf, wer heute nach den Regeln des Fachs philosophiert. Dieses Wissen hat sich in der neueren Philosophiegeschichte im ständigen kritischen Dialog mit dem Tradierten herausgebildet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung,

Wichtige Fragen geht der Autor laut Dirk Lüddecke an. Und dass es sich dabei um einen der erfahrensten Philosophen im Land handelt, kann gar nicht schaden. Lüddecke stößt denn auch wirklich auf Antworten. Etwa wenn Herbert Schnädelbach zwecks Bestimmung dessen, worauf es in der Philosophie ankommt, Weiterlesen

Advertisements

Michael Gazzaniga – Die Ich-Illusion

Michael Gazzaniga

Die Ich-Illusion

Michael Gazzaniga - Die Ich-Illusion

Wie Bewusstsein und freier Wille entstehen | Carl Hanser Verlag, München 2011 | ISBN-13 9783446430112 | Gebunden, 288 Seiten, 24,90 EUR

KLAPPENTEXT

Aus dem Amerikanischen von Dagmar Mallett. Die Hirnforschung hat den freien Willen des Menschen zur Illusion erklärt. Der renommierte Neurowissenschaftler Michael Gazzaniga legt dar, warum das „Ich“ ein Märchen ist, das das Gehirn sich selbst erzählt. Und er beschreibt, wie dennoch Freiheit und Bewusstsein entstehen: nicht im einzelnen Gehirn, sondern im Miteinander von Gehirnen. Es sind Sprache, Kultur und Moral, die uns zu Bewusstsein und unserem „Selbst“ gelangen lassen. Mit der „Ich-Illusion“ schafft Gazzaniga ein tiefes Verständnis davon, wie wir funktionieren. Ein leidenschaftliches Plädoyer, keine vorschnellen Schlüsse aus den Erkenntnissen der Hirnforschung zu ziehen – und ein wichtiger Beitrag zur Debatte um Schuld und Verantwortung im Licht der Neurowissenschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2012

Dass Michael Gazzaniga in seinem jüngsten Buch „Die Ich-Illusion“ kurzen Prozess mit dem freien Willen und dem bewussten Ich macht, hat Thorsten Jantschek als studierter Philosoph vom Neurowissenschaftler nicht anders erwartet. Wenn Gazzaniga aber das Ich zur Illusion der linken Gehirnhälfte erklärt, die lediglich im Nachhinein dem Ich sein Verhalten erklärt, so sieht sich der Rezensent schon aufgerufen, auf „Begriffsverwirrung“ hinzuweisen. Hier werden Vokabeln des bewussten Handelns oder von Geisteszuständen auf neuronale Vorgänge übertragen, und das will Jantschek so nicht stehen lassen. Von diesen Aspekten abgesehen hat der Rezensent aber auch zwei „schöne Überraschungen“ gefunden, die ihm die Lektüre lohnenswert machten. Zum einen mehr „lebensweltliche Urteilskraft“, als er offenbar bei Gazzaniga erwartet hat, und zum anderen dass er es hier mit einer „nichtnaturalistischen Theorie“ von Hirn und Geist zu tun kriegt. Das resultiert in einem höchst aktuellen Bild vom Geist, das den Menschen nicht als in allen Entscheidungen und Urteilen als „determinierte Biomaschine“ begreift, sondern ihm in der sozialen Interaktion Urteilskraft und Verantwortung zuspricht, so der Rezensent zufrieden.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de

via Michael Gazzaniga – Die Ich-Illusion.

Andreas Kuhlmann – An den Grenzen unserer Lebensform

Andreas Kuhlmann

An den Grenzen unserer Lebensform | Texte zur Bioethik und Anthropologie

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011 | ISBN-13 9783593395159 | Kartoniert, 199 Seiten, 29,90 EUR

Weiterlesen